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4. Oktober 2016

Aquarell. Kaninchenliebe.


Foto: Waldhase

Foto: Waldhase
Kaninchenliebe in Aquarell. Elvis und Madita.

Liebe vergeht nicht.
Kaninchenliebe bleibt.
Für immer.
Unersetzbar.
Eine Lücke im Herzen.
Gebrochene Herzen.
Trauer die bleibt.

Meine Madita.
Mein Herz. Meine Seele.
Läuft frei wie der Wind.
Ein Schatten zwischen den Birken.
Im Wald.
Für Immer.
Mein. Gebrochenes Herz.
Was bleibt zurück.

Alleine.
Ohne Madita.

16. September 2016

Alma. Wild Thing.

Foto: Waldhase Olympus OM DEM10 MarkII

Einzigartige Alma. Meine wunderschöne, starke, wilde, dickköpfige und liebevolle Alma.

Diese kleine große Hasendame hat sich in mein Herz geschlichen. Bereichert meinen Morgen, meinen Abend, mein Wochenende, jede Minute die ich mit ihr zusammen habe. Sie bereichert mein Leben. Sie ist ein fester Bestandteil meines Seins und meiner Familie.

Alma mag: Äpfel. Äpfel sind ihr liebstens. Getrocknet oder frisch ist dabei ganz egal. Hauptsache Äpfel. Und Banane. Aber eigentlich mag sie alles. Frische Kräuter findet sie ganz klasse. Und Alma mag Elvis. Den Elvis findet sie ganz toll. Elvis ist ihr bester Freund.

Alma bringt ihr eigenes Kissen mit. Sie schläft unglaublich gerne und besonders gut. Mit dem eigenen Kissen klappt das natürlich auch viel besser mit dem Schlafen. Gerne schmeißt sie sich so richtig auf den Boden und schwups liegt sie auf dem Rücken oder auf der Seite. Da lässt sie sich dann auch durch niemanden stören.
Alma kennt sich bestens in der Wohnung aus und weiß ganz genau wo die besten Plätze sind. Ob es im Sommer die kühlen Fliesen im Bad sind, oder im Winter die Fußbodenheizung im Bad, die eine besondere Ecke im Wohnzimmer wo man so schön in der Sonne liegen kann, oder die ganz besonders gute Ecke unterm Bett im Schlafzimmer.

Auch wenn Alma unglaublich gut schlafen kann, ist sie überaus aktiv in ihren Wach-Phasen. Da wird dann gerne mal der-Boden-ist-Lava gespielt und von einem Stuhl zum nächsten am Esstisch gesprungen. Oder man muss dann mal schauen ob es was tolles auf dem Küchentisch gibt, wo Alma ohne große Mühe rauf kommt. Oder sie galoppiert wie eine Wilde durchs Wohnzimmer.

Alma folgt einem festen Morgenritual- es fängt mit Wecken an (Alma ist es sehr wichtig, dass man pünktlich aufsteht), dann dem Begleiten ins Bad und danach in die Küche. Es ist ihr sehr wichtig beim Frühstück anrichten zu helfen und zieht dann gerne mal die eine oder andere Möhre aus dem Kühlschrank. Ausserdem muss sie darauf achten, dass das Frühstück richtig angerichtet ist und man wird dann gerne mal per Nasenstupser aufgefordert. Danach wird kontrolliert was man anzieht. Kurz vor dem Verlassen der Wohnung kommt dann nochmal die Aufforderung zum Leckerchen. Danach muss Alma sich ausruhen. Den ganzen restlichen Tag.

Alma hat eine sehr enge Beziehung zu mir. Sie zeigt ihre Liebe sehr deutlich, wenn man genau hinschaut. Sie drückt sie durch Nasenstupsern und direkt an meinem Bein zu sitzen aus. Körperkontakt ist für sie sehr wichtig. Es hat ein wenig gedauert bis sie sich richtig Wohl gefühlt hat in meiner Anwesenheit, aber seitdem wird ständig geschaut was ich mache und wo ich bin. Sie ist sehr aufmerksam und pflegt ihre Beziehung zu mir genauso wie zu ihren Freunden in der Gruppe. Für sie macht es keinen Unterschied, dass ich ein Mensch bin.


Alma stammt aus dem Labor. Welche Tests an ihr ausgeübt wurden weiß ich nicht, ich kann nur aufgrund ihres Verhaltens und Reaktionen bei Stress mutmaßen. Alma ist ein wunderbares Tier, dass mir jeden Tag zeigt wie glücklich sie ist. Seitdem sie das Labor verlassen hat, kann sie Kaninchen sein und richtig Leben. Wenn ein solches Tier dann von einem Labor freigegeben wird, ist es umso wichtiger, dass es Organisationen wie die Laborkaninchenhilfe e.V. gibt, die freigelassene Laborkaninchen weitervermitteln in ein artgerechtes Zuhause.

Alma war 1 Jahr in einem Labor, richtig Kaninchen darf sie seit Novemeber 2015 sein.

Es gibt immernoch viel zu viele unnötige Versuche an Tieren. Viel zu viele Tiere leiden unnötig unter der Hand von uns Menschen. Bitte achtet beim Kauf von Hygieneartikel wie Kosmetik oder Haushaltsmitteln, dass diese nicht an Tieren getestet wurden. Für unsere Eitelkeit, sollte kein Tier leiden. Was unsere Medizinische Forschung betrifft und Medikamente ist ein Thema für sich. Hierauf haben wir als Konsumenten allerdings keinen direkten Einfluss, was soll man auch machen wenn man krank ist? Ein sehr zu empfehlendes Buch, wie ich finde, dass sich mit der Ethik um Tiere auseinandersetzt, ist das Buch Artgerecht ist nur die Freiheit von Hilal Sezgin.

26. August 2016

Elvis. Chef der Kompanie.


Foro: Waldhase, Olympus OM DEM 10 Mark II   

Elvis ist mein Herztier. Mein Seelenverwandter. Mein bester Freund. Mein Alles.

Ich liebe alle meine Kaninchen gleichermaßen. Keinen mehr oder weniger als den anderen. Auch Elvis liebe ich nicht mehr wie die anderen Kaninchen. Auch wenn er mein Alles ist. Jedes Kaninchen ist Besonders. Anders als die anderen. Nicht Vergleichbar. Einzigartig.

Elvis ist unglaublich Sozial. Er kümmert sich um das wohlergehen jedes einzelnen in seiner Gruppe. Er kommt mit jedem gut zurecht. Er geht bei einem Streit dazwischen. Er setzt sich durch. Er passt auf. Auf alle. Auch seine Menschen. Er ist unglaublich treu. Er ist unendlich geduldig.

Elvis ist eigenbrödlerisch. Auch wenn er Sozial unglaublich gut verträglich ist, verbringt er am liebsten Stunden alleine. Er liebt es durch das Absperrgitter ins Schlafzimmer zu gehen, sein Schlafzimmer, und dort Stunden zu schlafen. Durch das Absperrgitter kommt keins der anderen Kaninchen durch, somit hat Elvis dort immer seine Ruhe.

Elvis macht seinen Standpunkt immer klar. Wenn ihm was nicht passt wird geknurrt und mit den Pfötchen weggehauen. Wehe dem anderen Kaninchen oder Mensch, der das nicht respektiert. Elvis macht sofort klar was ihm nicht gefällt.

Elvis muss immer nach dem Rechten sehen. Wer ist das? Kenn ich den? Was will der hier? Hat der mich gefragt ob der hier sein darf? Mag ich den? Nein. Dann wird der angegriffen. Ja. Kraul mich.
Wenn ich mal nicht pünklich aufstehe oder krank bin, wird nachgesehen. Geprüft. An mir geschnuppert. Auf mir rumgeklettert.An mich dran gekuschelt.

Auch wenn Elvis einen agressiven Eindruck auf Fremde macht, ist er unglaublich geduldig. Jedes Kaninchen wird freundlich empfangen. Bei Gesundheitschecks lässt er alles über sich ergehen. Bekuscheln lässt er sich von mir mit Genuss. Aber Veränderung, die mag er gar nicht. Seine Familie (Kaninchen und Menschen) nicht komplett? Da wird er unruhig. Andere Zeiten? Das geht nicht. Kräuter von einer anderen Wiese? Wird höchstens als Toilette benutzt. Möhren von Aldi? Werden nicht gefressen.

Elvis liebt: seine Lotte und seine Alma und seinen Herr Nielsson. Seine Mama. Wirklich. Ganz doll. Beim kraulen wird hingebungsvoll genknuspert. Und auch seinen Papa. Leckerchen. Erbsenflocken. Banane. Apfel. Er grunzt dann ganz genüsslich. Das Wohnzimmer. Das Schlafzimmer. Seine Wohnung. Den Teppich im Schlafzimmer. OMG der Teppich im Schlafzimmer. Der wird verteidigt. Vor dem Staubsauger. Und geputzt. Dem Teppich muss man ja auch zeigen, dass man ihn liebt.

Elvis ist kein adoptiertes Tier. Elvis war in einem Glaskasten in einem Zoofachgeschäft, einer der großen Ketten die Lebendtiere verkaufen. Ich konnte nicht an ihm vorbei gehen. Er hat mich angeschaut und mein Herz geklaut. Ich bin sogar noch weg gegangen und nach Hause gefahren. Aber er hat mich nicht mehr losgelassen. Ich konnte nicht schlafen. Ich musste noch mal dorthin und ihn holen.

Zoofachgeschäfte und Baumärkte die Lebendtiere verkaufen sind ein Elend. Die Tiere werden unter schlimmsten Bedingungen gezüchtet und verbringen schlimme erste Tage ihres Lebens in Glaskästen in einem lauten Laden weit weg von ihrer Mama, oft unter 6 Wochen alt. Dann werden sie verkauft von Leuten die keine Ahnung von Artgerechter Haltung haben an Leute die denken sie könnten sich in diesen Geschäften informieren. Fristen dann oft ein Leben, einsam, in einem 80x100cm großen Käfig in einem Kinderzimmer bei Trockenfutterkost. Zoofachgeschäfte wissen nichts über Artgerechte Haltung. Die Beratung dort ist absolut Nichtig. Handelsübliche Käfige sind mit nichten ausreichend für den Bewegungsdrang eines Kaninchens. Trockenfutter ist Gesundheitsschädlich. Und alleine sein, dass ist das schlimmste für ein Hochsoziales Tier wie ein Kaninchen.

Elvis habe ich Freigekauft. Einen Züchter damit untersützt und Nachfrage generiert. Geht nicht in Zoofachgeschäfte. Auch wenn ich jetzt meinen Elvis bei mir habe und der Freikauf für ihn die ganze Welt ist, das System dahinter habe ich damit leider unterstützt. Ich bereue nicht meinen Elvis gerettet zu haben, nur dem Zoofachgeschäft Geld gezahlt zu haben anstatt einem Tierheim oder Schutzgebühr für ein gerettetes Tier.

Elvis war nicht mal 6 Wochen alt als ich ihn zu mir genommen habe. Er hat in meine Hand gepasst. Ich bezweifel, dass er überhaupt 4 Wochen alt war. Es ist erstaunlich was für ein Sozial kompetenter und lieber Kerl er geworden ist.